„PEP“ – Ein Lean-Projekt der RWG Frankenjura
Um dem wachsenden Kapazitätsbedarf der internationalen Luft- und Raumfahrtindustrie, dem Wunsch der Kunden nach wirtschaftlichen Preisen bei gleich bleibend hohen Qualitätsanforderungen und den Erwartungen der Gesellschafter nach einer angemessenen Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals entgegen zu kommen, hat die RWG im Jahr 2003 ein so genanntes Lean-Projekt gestartet. Hohe Qualität, kürzere Lieferzeiten und eine verbesserte Produktivität werden durch einen ganzheitlichen Ansatz, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, erreicht. Dabei steht „PEP“ für „Produktions-Effizienzsteigerungs-Programm“.
Die Fortschritte bei diesem Programm werden in einem Kennzahlensystem dokumentiert, das ständig aktualisiert und mit der Belegschaft kommuniziert wird, aber auch gern den Besuchern unseres Hauses präsentiert werden kann. In einem sternförmigen Diagramm lassen sich alle Kennzahlen auf einen Blick erfassen, der Grad der Zielerreichung für jeden Parameter ablesen und alle Veränderungen zur vorausgegangenen Periode darstellen. Farben verweisen auf die 5 Kennzahlengruppen Mensch, Arbeitsplatz, Qualität, Logistik und Kosten.
Bei Projektstart konzentrierte sich das Projekt insbesondere auf Themen der Produktion, wie „Materialflussoptimierung“, „5S“, „Rüst-Optimierung“, „TPM“ und „Ideenmanagement“. Inzwischen sind weitere Ansätze, auch im administrativen Bereich hinzugekommen.
Materialflussoptimierung
Während früher Maßstab für die Anordnung der Arbeitsplätze und Maschinen im Be-trieb das Verrichtungsprinzip war, bei dem überwiegend gleichartige Maschinen in Gruppen räumlich zusammengefasst waren, ist es jetzt die Bearbeitungsreihenfolge der Produkte bzw. Produktfamilien (Wälzlager, Gelenklager, Lagerbuchsen und Ösenköpfe).
5S
Beim „5S“ handelt es sich um eine Methode, bei der alle Arbeitsplätze in fünf Schrit-ten optimiert werden. Der Name leitet sich aus den japanischen Bezeichnungen für diese Schritte ab (Seiri – Aussortieren unnötiger Dinge; Seiton – Aufräumen; Seiso – Sauberkeit; Seiketsi – Standards; Shisuke – Selbstdisziplin).
Rüstoptimierung
Die vom Markt geforderte hohe Flexibilität führt zu kleinen Losgrößen und der Not-wendigkeit ständigen Umrüstens. Umfassende Analysen mit Einsatz von Video-Kameras ermöglichen nachhaltige Verbesserungen.
TPM („Total Productive Maintenance“)
TPM ist ein Konzept, welches hilft, die Produkti-onsanlagen sehr effektiv zu nutzen. Das bedeutet, dass die Produktionsanlagen störungslos laufen und fehlerfreie Produkte produziert werden können, ohne dass es zu ungeplanten Stillständen kommt.
Ideenmanagement
Das Ideenmanagement ist eine standardisierte Methode, um Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter strukturiert zu bearbeiten und über die Realisierung zu entscheiden. Es eröffnet auch die Möglichkeit, erfolgreiche Ver-besserungsansätze auf ähnliche Probleme in anderen Bereichen zu übertragen.


